Ganz offensichtlich ging es hier gar nicht um die Idee, sondern um eine persönliche Sache zwischen diesen beiden. Ist aber auch egal jetzt. Worum es mir geht, ist der Punkt,
- wie sich das anfühlt,
- was es mit einem macht und
- wofür das gut ist.
Wahrscheinlich haben die meisten schon eine solche Situation erlebt, aus der man als Verlierer kommt. Man fühlt sich angegriffen, angefressen und zornig. Wie Sie das machen, ist egal, nur hinter sich lassen müssen Sie das so schnell es geht. Erlauben Sie solchen Gefühlen keinen Platz in Ihrem Sein.
Was es mit einem macht, ist vermutlich auch jedem schon bewusst geworden: Es lähmt! Je nach Intensität sogar sehr. Manche laufen mit geballter Faust in der Tasche umeinander, andere führen innere verbale Schlachten, andere nagen noch mehr am eh schon klein gewordenen Hungertüchlein des eigenen Selbstvertrauens. Tatsächlich aber kann es so intensiv sein, dass man/frau an nichts anderes mehr denken kann - deshalb die Lähmung.
Aber solche Situationen sind für etwas gut - aus meiner Sicht jedenfalls.
Ich persönlich glaube ja, dass wir nicht einen Kern haben, sondern dass wir dieser Kern sind, und das wir von diesem Kern aus die Welt(en) um uns herum betrachten - wobei die Interaktionen eine Form der Betrachtung darstellt. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass wir in diese Welt kommen, um zu trainieren.
Einfach gesagt könnte man unser Erleben in zwei Richtungen unterteilen: die äußeren Welten und die inneren Welten. Zu Hause sind wir in beiden und eine definitive Grenze zwischen beiden gibt es nicht. Nun, in der äußeren Welt haben wir einen Körper und dieser Körper hat seinen Platz auf dieser Erde. Um ihn an eine andere Stelle im Universum zu verpflanzen, braucht es einen erheblichen Aufwand - weswegen es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie je woanders sein werden, als eben auf der Erde.
Der Grund, warum Sie nicht einfach diese Erde verlassen können, ist die Schwerkraft. Sie hält Sie hier auf dem Planeten fest (das ist auch gut so, denn da draußen im Weltraum ist die Luft denkbar knapp) ... :-)
In den inneren Welten gelten die gleichen Prinzipien - sie bringen sich nur anders zum Ausdruck.
Die inneren Welten sind Ihnen auch vertraut. Wie oft, schätzen Sie mal, sind Sie tagsüber gedanklich so weit weg, dass Sie nichts mehr um Sie herum wahrnehmen? Einmal? Fünfmal? Zehnmal? Ich vermute mal, dass Sie ohne wirkliches Training sogar die meiste Zeit des Tages woanders sind, als dort, wo ihr leiblicher Körper werkelt.
Egal, diese inneren Welten sind ebenso real wie dieser Planet, auf dem Sie jetzt leben. Der Unterschied liegt darin, wie wir uns dort bewegen. Wir bewegen uns dort mittels Bildern und Gefühlen - rasend schnell. Was hier auf diesem Planeten die Schwerkraft ist, ist in den inneren Welten Ihre Identität, die Rolle, die Sie freiwillig oder gezwungen spielen.
Erfahrungen mit der Schwerkraft lassen sich sehr leicht machen: Versuchen Sie mal, einen Meter hoch zu springen, oder zwei. Spätestens bei 2,50m scheitern Sie. In den inneren Welten ist es das gleiche: Versuchen Sie mal, etwas anderes zu denken ... wie lange schaffen Sie das? Versuchen Sie, etwas anderes zu fühlen ... geht das so einfach?
Aber umgekehrt: Ebenso, wie Sie mit einem Stab auch die 5m Grenze, mit einem Flugzeug die 10.000m Grenze und mit einer Rakete sogar alle räumlichen Grenzen überwinden können, können Sie lernen, ihrem inneren Universum (= Gefängnis) zu entkommen - wenn Sie lernen, das zu denken, was Sie denken wollen und das zu fühlen, was Sie eben fühlen wollen.
Letzteres ist ein Ticket in eine Freiheit, die keine Grenzen kennt.
Nun fällt einem diese Fähigkeit aber nicht in den Schoß. Man muss das ebenso trainieren, wie ein Junge vielleicht erst mit seinen Freunden kickt, dann in einem Verein Fußball spielt, sich trainiert und trainiert, bis er schließlich (hoffentlich) in der Bundesliga spielt. Und um dieses Training unserer Gefühle und Gedanken zu haben sind wir hier. Hier auf diesem Planeten. Mit den Menschen, denen wir begegnen - die aus den gleichen Gründen hier sind.
Jemand, der versucht, sich über sie lustig zu machen, so unangenehm das für Sie auch immer sein mag, ist Ihnen im Grunde vom Himmel geschickt worden. Eine Art Engel in Verkleidung. Es ist eine Gelegenheit, zu üben, sich nicht von Ihren Gefühlen und (trüben) Gedanken dominieren zu lassen. Es ist eine Gelegenheit, zu üben. Wir sind hier, um zu trainieren ... sag ich doch! :-)
Das ist Ihr Leben, Ihre Chance ... nehmen Sie sie wahr :-)
Machen Sie's gut ... :-)


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